Häufig ist eine Betriebsgemeinschaft für Landwirte sinnvoll. Die Betriebe, die sich zusammenschließen, werden wettbewerbsfähiger. Sie können – etwa durch die bessere Auslastung von Maschinen – Synergieeffekte erzielen. Und die anfallende Arbeit kann untereinander aufgeteilt werden. Allerdings bietet ein solcher Zusammenschluss auch Potential für Konflikte. Diese können auch nach Jahren harmonischer Zusammenarbeit plötzlich auftreten.

 

Kompetenzgerangel:
Schließen sich zwei Betriebe zu einer Betriebsgemeinschaft zusammen, kann dies leicht zu Spannungen führen. Jeder der Betriebsinhaber war es bisher gewohnt, eigenverantwortlich alle Entscheidungen für seinen Hof treffen zu können. Absprachen waren nur erforderlich, soweit es Familie und Mitarbeiter betraf. Plötzlich ist da aber noch der andere Betriebsinhaber, der seinen Hof in die Betriebsgemeinschaft eingebracht hat. Und der hat ebenfalls Ideen, die er umsetzen will. Wenn diese kollidieren, kann es Kleinholz geben. Um das Potential für solche Konflikte von Vornherein zu minimieren, ist es hilfreich, die Betriebsplanung dahingehend durchzustrukturieren, dass die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Betriebsbereiche klar aufgeteilt werden, damit stets ersichtlich ist, wer in welchem Bereich den Hut aufhat. Und die beteiligten Betriebsleiter sollten sich im Klaren darüber sein, dass ihr Gesellschafter eigene Ideen mitbringt, die er gern einbringen möchte. Die Bereitschaft, diese zu diskutieren und gemeinsam optimale Lösungen zu entwickeln, ist eine Grundvoraussetzung für den nachhaltigen Erfolg des gemeinsamen Betriebes. Gibt es dabei Schwierigkeiten, sich einig zu werden, kann ein Mediator helfen.

 

Wechsel eines Gesellschafters:
Scheidet ein Gesellschafter aus und es übernimmt sein Nachfolger seinen Posten oder kommt ein weiterer Betrieb in die Betriebsgemeinschaft, ändert sich die Dynamik im Betrieb. Viele Verantwortlichkeiten müssen neu ausgehandelt werden. Der neue Gesellschafter ist wieder ein ganz eigener Charakter, der anders tickt, andere Stärken und Schwächen mitbringt und anderes Wissen hat, als die bisherigen Gesellschafter. Daher ist es zunächst gar nicht so einfach für ihn und seine Kollegen, seinen Platz im Betrieb zu definieren. Eine sorgfältig geplante Übergangsphase kann hilfreich sein. Wenn man schon Stärken und Schwächen des neuen Gesellschafters kennt, z. B. weil es sich um die Tochter oder den Sohn eines alten Gesellschafters handelt, können die bereits alteingesessenen Gesellschafter sich schon im Vorfeld überlegen, für welche Tätigkeiten der neue Gesellschafter besonders geeignet sein könnte und wo er oder sie mit besonderer Begeisterung arbeiten würde, um den Betrieb voranzubringen. Sollte es dennoch zu Schwierigkeiten in der Abstimmung kommen, kann ein Mediator den Weg ebnen.

 

Einmischung von Familienangehörigen:
Bisher kamen die Gesellschafter wunderbar miteinander aus, doch plötzlich hat einer einen neuen Lebenspartner, der sich mit jemandem auf dem Hof nicht versteht. Oder ein Kind eines Gesellschafters wird mit der Ausbildung fertig und will nun im Betrieb mitreden. Hier gibt es wieder viel Potential für Konflikte, die ein Mediator lösen kann.

 

Neue Herausforderungen:
Märkte verändern sich. Verbraucher, Umweltschützer, Tierrechtsaktivisten und die Politik kommen ständig auf neue Ideen, die Landwirten das Leben erschweren und sie vor neue Herausforderungen stellen. Diese können das „Weiter so“ in bewährten Arbeitsverfahren unmöglich machen oder den Betrieb sogar in eine existenzielle Krise bringen. Unter Druck werden die Nerven angespannt. Kleine Nachlässigkeiten im Betrieb, die vorher nicht aufgefallen sind, können plötzlich ernsthaft problematisch werden. Und kleine Ärgernisse, über die man früher einfach hinweggegangen wäre, ohne sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, führen plötzlich zu Streit. Um in einer solchen Situation Druck aus dem Kessel zu kriegen und sich neu zu sortieren, um der Herausforderung möglichst gut zu begegnen ist eine Mediation sehr hilfreich, weil sie dazu beiträgt, die Dinge neu zu ordnen.

 

Unterschiedliche Arbeitsauffassungen:
Jeder Landwirt ist eine eigenständige Persönlichkeit. Unterschiedliche Landwirte legen Wert auf unterschiedliche Dinge. Es gibt verschiedene Auffassungen darüber, welche Aufgaben im Betrieb wichtig sind und auf welche Weise sie erledigt werden sollen. Prallen hier unterschiedliche Vorstellungen aufeinander, oder ist man sich gar uneins über die künftige Ausrichtung des Betriebes, kann dies langfristige Auswirkungen auf den Fortbestand des Hofes haben. Werden solche Konflikte nicht beizeiten geklärt, können sie heftig eskalieren. Finden Sie daher beizeiten den Weg zum Mediator ihres Vertrauens, um die Spannungen abzubauen und sich darüber klar zu werden, wie sie in Zukunft miteinander umgehen wollen.

 

Damit Ihre Betriebsgemeinschaft wieder funktionstüchtig arbeiten kann, helfe ich Ihnen im Rahmen einer Mediation bei der Lösung Ihres Konfliktes.
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